Tuesday, 8. january 2008
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11:36
Ich also am nächsten Tag dahin. Das Vorstellungsgespräch fand in einem Bürogebäude nahe der neuen Weinsteige statt. Die Firma, zu der ich wollte,
befand sich im 9 Stock .
Oben angekommen , wollte ich gerade klingeln, als die Tür aufgezogen worden ist und eine sehr hübsche junge Dame mich hereinbot. Sie war sehr jung und so hübsch. Unter
anderen Umständen, hätte Sie ganz andere Dinge machen dürfen.
Sie deutete mir den Weg zu einer offenen, gerade durch den Flur durch liegende, weise Bürotür, und ging vor mir her.
In diesem Büro empfing mich eine Blondine, die etwas über 40 war. Ihr Haar war etwas länger und Dauergewellt. Sie hatte einen Anzug an. Alle Zweifel waren ausgeräumt. Das war
hier die Chefin. Doch auch Sie war supersympatisch.
Sie versteckte im Bewerbungsgespräch so geschickt, die Tatsache, das ein Produktionshelfer und Beifahrer nichts mit Logistik oder Speditionswesen zu tun hat, das es mir gar nicht
aufgefallen ist, in was ich da schon wieder hineingerutscht bin.
Die Chefin, meinte ja auch, das alle Ihre Mitarbeiter in einem Haus auf der anderen Stadtseite in einer Art Gemeinschaft zusammenleben.
Mir ist dabei schon mulmig geworden. Doch was will man machen, wenn man Geld und ein Dach über dem Kopf braucht. Zumal alle Sorgen schnell vergessen waren. Es gab ja schlieslich gutes Geld zu
verdienen.
Die junge, hübsche hat mich dann zu diesem Haus gefahren und mir dort alles gezeigt und jedem vorgestellt.
Sie selbst hatte dort ein großes Zimmer. Mittlerweile wußte ich auch, das Sie so eine Art Teamleiter war. Doch was genau hier getan wird, wußte ich noch immer nicht. Gut ich wusste, das es um
Zeitschriften ging. Aber mehr auch nicht.
Nachdemich wusste, wo ich schlafen durfte, ging es in den Essraum wo sich die meisten, schon eingefunden hatten. Gekocht wurde von den Jugendlichen selbst. Dazu wurden jeden Tag ein paar
eingeteilt.
Auch die Chefin kam jeden Abend dazu und hörte sich an, wie es den ganzen Tag über lief.
Doch auch die neuen bekamen hier Ihre erste Schulung.
Viel zu schulen gab es nicht. Es wurde einem beigebracht, was man der Kundschaft zu sagen hatte.
Die Gruppe, in die ich hineingeraten war, benutzte die Geschichte von ehemaligen Straftätern, die in einem Resozialiesierungsprogramm, einen Neuanfang mit Zeitschriftenabos, sich ermöglichen
wollten.
Das war gelogen. Warum ich dieses Spiel mitgemacht habe, weis ich nicht. Es war halt so.
Wobwei mein Gastspiel dort nur 2 Monate dauerte.
Zugegeben, schlecht ging es mir nicht. Frühstück und Abendessen, gab es in der Gruppe.
Ich hatte zwar kein eigenes Zimmer, aber der Junge, mit dem ich mein Zimmer teilte, war kaum da.
Auch mein Verdienst, war in Ordnung. Schlecht daran war, das es Vorgaben darüber gab, wieviele Abos man am Tag abschliesen mußte. Wer diese Vorgaben nicht erreichte mußte Samstagsnochmal ran oder
man bekam Vergünstigungen gestrichen. Das sah meistens so aus, das man an Gruppenaktionen nicht teilnehmen durfte.
Bei Gruppenaktionen sind Wir zum Bowling oder in die Disco. Einmal sind Wir zum Inlinen auf eine Indoor Bahn.Ich kann mich auch noch an eine Travestieshow erinnern.
Eben auf einer dieser Aktionen lernte ich Ramona kennen.
Wir hatten die Wahl, an dem Wochenende entweder zum Bowling oder in die Disse. Da immer die Mehrheit gewann, fiel die Wahl auf die Disse, die sich bei Heilbronn befand. Dort angekommen, fiel Sie
mir am Eingang schon auf, wo Ramona mit einer Bekannten stand. Im vorbeilaufen habe ich Sie von oben bis unten gemustert.
Ramona war ungefähr so groß wie ich, hatte lange blonde Haare und blaue Augen. Sie besaß eine zierliche Figur, einen knackigen Hintern und ein Zauberhaftes Gesicht. War klar, das ich diese Frau
näher kennen lernen wollte.
Sie saß mit ein paar Freundinnen links von der Tanzfläche, in einer Sitzgruppe.
Wir setzten uns an den einzigsten freien Tisch, den es gab. Genau einen Tisch weiter, wie Ramona.Ich suchte mir meinen Sitzplatz so aus, das ich Sie ansehen konnte, ohne das es auffiel.
Es fiel auf. Aber nicht Ihr, sondern meinem Zimmergenossen, der an dem Abend neben mir saß.
Und was macht der Kerl?
Geht einfach zu Ihr hin, und spricht Sie direkt auf mich an. Gott war mir das unangenehm. Hätte es aber nicht müssen. Denn auch ich war Ihr aufgefallen. Und kennen lernen wollte Sie mich auch,
hat sich aber genau wie ich, nicht getraut, den ersten Schritt zu machen. Etwas später saßen Ramona zusammen mit Ihren Freundinnen bei uns am Tisch.
Wie sich später herausstellte, wohnte Ramona in Heilbronn. Das war nicht gerade in der Nachbarschaft. Und doch wollte Sie mich wiedersehen. Wir verabredeten uns für das nächste Wochenende wieder
in der Disse.
Ihr glaubt gar nicht was ich alles getan habe, damit Wir wieder in die Disse kommen.
Was soll ich sagen, nach ein paar weiteren Treffen, sind Wir uns so nahe gekommen, das Wir ein Pärchen wurden.
Das gefiel der Chefin meiner Gruppe gar nicht. Denn ich wollte aus der Gruppe raus. Ich wollte mit Ramona in eine eigene Wohnung ziehen. Und ich wollte mit den Abos aufhören.
Da wandelte sich mein Leben innerhalb der Gruppe. Auf einmal wurde alles sehr streng genommen. Kleinste Fehler, die vorher niemanden interressierten, wurden zu Elefanten. Und das alles mit einer
stetigen Steigerung. Da ist mir sehr schnell klar geworden, das ich da, ohne Hilfe von außen, nicht so einfach wieder rauskomme !!!